Lexikon

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                                                            ARGANÖL

Arganöl Kosmetik – Das orange-farbene Arganöl wird aus den Nüssen des wild wachsenden Arganbaums gepresst. Diese wachsen nur in einem kleinen Gebiet in Marokko, der so genannten Arganeraie, das 1998 auf die Liste der Biosphärenreservate der UNESCO aufgenommen wurde. Das wirkt sich besonders positiv auf den Umweltschutz aus. Die Einheimischen nennen diesen Baum, dessen Öl seit Jahrhunderten in der Hautpflege eingesetzt wird, „Baum des Lebens“ (Souss). Das hat seine Gründe: Es ist extrem reich an wertvollen Inhaltsstoffen und findet sich deshalb ganz oben auf der Liste der so genannten „Elixiere der Jugend“. Es enthält circa 80% ungesättigter Fettsäuren, davon jeweils 40 % Ölsäure und Linolsäure. Durch den hohen Anteil von Polyphenolen (Antioxidantien und Antiradikale) und von Sterinen (Spinasterol und Schottenol) hat es eine starke Anti-Aging Wirkung und unterstützt so die Regeneration der Haut. Bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen kann Argonöl in Form von Massagen eingesetzt werden. Es hilft gegen juvenile Akne, aber auch bei Windpocken, Ekzemen, Rissen in der Haut und beschleunigt die Heilung bei Verbrennungen. Es stimuliert die intrazelluläre Atmung, neutralisiert freie Radikale und schützt das Bindegewebe. Es unterstützt die Regeneration der Schutzschicht der Haut, erhöht den Nährstoffgehalt und stärkt damit Haare und Nägel. Außerdem verteidigt es die Haut gegen die schädlichen Einflüsse von Wind und Sonne. Arganöl als Inhaltsstoff in der Naturkosmetik hat eine starke Anti-Aging Wirkung und unterstützt die Regeneration der Haut.

 

                                                  ALOE VERA

Aloe Vera ist eine Pflanze aus der etwa vierhundert Arten umfassende Gattung der Aloen aus der Familie der Affodillgewächse. Die heute bekannteste Art, die Echte Aloe, ist meistens besser bekannt unter ihrem botanischen Namen Aloe Vera. Das natürliches Verbreitungsgebiet der Aloen ist Afrika und die vorgelagerten Inseln. Aleo Vera stammt vermutlich ursprünglich von den Kanarischen Inseln, sie wird heute aber in verschiedenen Gebieten Afrikas, den USA und Mittel- und Südamerikas auf Plantagen angebaut. Ausserdem findet man Aloe Vera häufig als Zimmer- und Zierpflanzen. Die dicken Blätter mit dem bewehrten Blattrand dienen als Flüssigkeitsspeicher und enthalten das Aloe Vera Gel, welchem die Pflanze ihre Berühmtheit verdankt. Aloe ist schon seit sehr langer Zeit als Heilmittel bekannt. Historische Quellen zeugen davon, dass schon zur Zeit Alexander des Grossen Verletzungen mit Aloe behandelt wurden. Auch Dioskurides, der wohl bekannteste Arzt der Antike, beschreibt Aloe als Heilmittel bei Verletzungen und Hautkrankheiten. Darüber hinaus war Aloe Vera seit der Antike als Pflegemittel bekannt. Angeblich wurde sie auch von Cleopatra zur Haut- und Schönheitspflege verwendet. Ausserdem wurde Aloe wegen des angenehmen Geruchs als Räucherwerk und Parfum verwendet. Seitdem Aloe Vera in den 30er Jahren als wirksames Mittel zur Behandlung von Verbrennungen (wieder)entdeckt wurde, wuchs das wissenschaftliche Interesse für medizinischen Anwendungen der Pflanze. Interessant ist, dass diese Art der Anwendung von Aloe Vera in Wahrheit niemals vergessen war. Aloe Vera fand sich vielerorts als Zierpflanze und wurde als Hausmittel bei Verbrennungen und kleinen Hautverletzungen angewendet. Dazu wurden einige Zentimeter eines Blattes abgeschnitten, und das austretende Gel direkt auf die Haut aufgetragen.
Aloe Vera wird seit den Siebziger Jahren als Wundermittel angepriesen und oft mit zweifelhaften Methoden vermarktet. Im Zuge dieses Boomes gelangten viele Präperate in den Handel, deren versprochenen Heilwirkungen niemals wissenschaftlich nachgewiesen werden konnten. Die kosmetische Wirkung wird weniger kontrovers diskutiert. Aloe Vera ist ein wirksamer Feuchtigkeitsspender, hinterlässt ein angenehmes Gefühl auf der Haut und hat einen leichten frischen Duft. Das Gel kann auch für ein auf Rapsöl basierendes Wirkstofföl namens Aloe-Vera-Öl verwendet werden.

                                                                     ÄTHERISCHES ÖL

Ätherische Öle, fachsprachlich auch etherische Öle, sind in organischen Lösungsmitteln lösliche Extrakte oder die organische Phase aus Wasserdampfdestillaten aus Pflanzen oder Pflanzenteilen, die einen starken, für die Herkunftspflanze charakteristischen Geruch haben. Ätherische Öle sind aus vielen verschiedenen Komponenten zusammengesetzt, sie enthalten aber keine Fette. Neben den ätherischen Ölen existieren Hydrolate als Nebenprodukte der Wasserdampfdestillation. Sie enthalten die wasserlöslichen Komponenten der destillierten Pflanzen und in Spuren auch ätherische Öle.

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                        BIENENWACHS

Auf Grund seiner hervorragenden Eigenschaften, die darin liegen, dass es enorm gut hautverträglich ist, weil es neutral reagiert und kann Bienenwachs als emulgierende Masse zur homogenen Mischung von anderen Stoffen eingesetzt werden. Diese emulgierende Wirkung, die häufig in der pharmazeutischen Industrie dazu benutzt wird, um schlecht mischbare Stoffe miteinander zu vereinen, begründet den Einsatz von Bienenwachs auch in der Kosmetik. In diesem Bereich ist Bienenwachs als sogenannter Co-Emulgator bekannt und wird auf Grund der stabilisierenden und formbaren Wirkung für die Herstellung zahlreicher kosmetischer Produkte verwendet. Dies sind zum Beispiel Lippenstifte, verschiedenartige Cremes, Salben und Lotionen.

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Abdampfschale_mit_geschmolzenem_Carnaubawachs                                  CARNAUBAWACHS

Carnaubawachs in der dekorativen Kosmetik

Von besonderer Bedeutung für die dekorative Kosmetik ist das Carnaubawachs – das Wachs der Wachspalme oder Carnaubapflanze. Es ist das härteste natürliche Wachs, das uns bekannt ist und dient unter anderem als Konsistenzgeber für Lippenstifte und andere Schminkstifte, und ist auch in Nagelpoliermitteln enthalten.

Die Gewinnung des Carnaubawachses

Das für die Kosmetikindustrie verwendete Produkt der nur in Südamerika vorkommenden Wachspalme, ist das aus dem Wachsüberzug der Blattoberfläche gewonnene Wachs. Das Carnaubawachs besteht hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren und Kohlenwasserstoffen. Der Schmelzpunkt des Wachses liegt zwischen 80 und 88 Grad Celsius. Das gewonnene Wachs wird anschließend gereinigt und kommt entweder in harten, hellgelben Flocken in den Handel, oder auch als harte, gelbe Masse oder in Pulverform. Für die Herstellung von Kosmetik verwendet man am liebsten die hellgelben Flocken oder Schuppen, da sich die fertigen Kosmetikprodukte dann weniger stark verdunkeln.

Die Eigenschaften des Carnaubawachses

Carnaubawachs hat die Eigenschaft, sich in Alkohol, Ether und anderen organischen Lösungsmitteln aufzulösen, nicht aber in Wasser. Öl kann es sehr gut binden. Das erklärt die besondere Bedeutung dieses Wachses für die Kosmetikindustrie. So lassen sich nämlich Lippenstifte, Lippenpflegestifte, Mascarastifte und Kajalstifte herstellen, die länger haften und nicht durch ein paar Tränen oder einen Schluck Wasser gleich verlaufen. Das außerordentlich harte Wachs sorgt auch dafür, dass die Schminkstifte die nötige Härte erhalten und sich nicht beim kleinsten Druck schon verbiegen oder sich bei hohen Außentemperaturen auflösen.
Da das Carnaubawachs keine Duftstoffe enthält und auch sonst gesundheitlich unbedenklich ist, ist es natürlich gerade für Make-up, das an so sensiblen Stellen wie den Lippen und den Augen aufgetragen wird, bestens geeignet.
Das Carnaubawachs hat entweder gar keinen oder nur einen sehr schwachen Geruch, der zwar als etwas fade, aber nie als ranzig empfunden wird.

Carnaubapalme      Carnauba

 

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                                                               EIBISCHWURZEL

Als Heilpflanze blickt Eibisch auf eine überaus lange Geschichte zurück. So fanden Forscher in dem Grab eines Neandertalers, der etwa 60.000 v. Chr. lebte, Spuren von sieben Pflanzenarten – darunter Eibisch. Dieser frühe Mensch nutzte die Kräuter wahrscheinlich zu Heilzwecken. Auch der griechische Arzt Hippokrates wendete Eibisch zur Wundheilung an. Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in den Eibischblättern und -wurzeln, wobei Letztere deutlich mehr davon enthalten. In den Blättern kommen zu sechs bis zehn Prozent Schleimstoffe vor – im Wesentlichen die sogenannten Galacturonorhamnane und Arabinogalactane. Daneben stecken Flavonoide darin. Eibischwurzeln bestehen zu zehn bis zwanzig Prozent aus Schleimstoffen. Es liegen mindestens drei unterschiedliche Gruppen vor: Glucane, Arabinogalactane und Rhamnogalacturonane. Außerdem beinhalten die Wurzeln reichlich Stärke, Rohr- und Invertzucker. Verantwortlich für die medizinische Wirkung von Eibisch sind die Schleimstoffe. Meist werden die Wurzeln in pflanzlichen Mitteln verwendet, da sie diese Substanzen in höherer Konzentration enthalten. Gelangen die Schleimstoffe auf die Schleimhaut in Mund, Rachen, Hals und Magen, haften sie sich an diese. Die Eibisch-Inhaltsstoffe bilden auf diese Weise eine Art Schutzschicht über der Schleimhaut und beruhigen sie. Ist die Schleimhaut im Rachen gereizt und entzündet – wie es bei einer Erkältung der Fall ist – dämpft Eibisch trockenen Reizhusten und lindert Heiserkeit. Auch bei leichten Entzündungen der Magenschleimhaut kann Eibischwurzel helfen. Da ein Eibisch-Hustensaft oder -Sirup recht dickflüssig ist, verbleibt er länger vor Ort und eignet sich bei Husten daher besser als ein Tee.

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                                                              HAMAMELIS

Virginische Zaubernuss – das klingt nach einem verwunschenen Kraut. Und tatsächlich kann der Strauch ein wenig zaubern: Die Früchte bilden sich vor den Blüten. In den Früchten entwickelt sich eine Kapsel, die mit einem Knall zerplatzt und zwei schwarze Samen herausschleudert. Als Heilpflanze schätzten die Ureinwohner Nordamerikas die Zaubernuss. Sie setzten sie als Heilmittel gegen Wunden ein. Heutzutage verarbeiten große Konzerne Teile des Strauches, und zwar zu Rasier- und Gesichtswasser, zu Deodorants und pflegenden Cremes. Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in der Rinde, ebenso wie in den Blättern. Die Rinde enthält vor allem Gerbstoffe vom sogenannten Tannin-Typ – zum Beispiel die Substanz Hamamelitannin – und etwas ätherisches Öl. In den Blättern kommen ebenfalls reichlich Gerbstoffe vor, jedoch vom  sogenannten Catechin-Typ. Außerdem findet sich bis zu 0,5 Prozent ätherisches Öl.  Hamamelis lindert – in Form von Salben und Cremes – leichten Juckreiz auf der Haut. Zugleich dämmen Zubereitungen aus der Heilpflanze Entzündungen ein. Durch diese Effekte kann Hamamelis Beschwerden abmildern, die unter anderem Hämorriden hervorrufen. Darüber hinaus stoppt die Zaubernuss leichte Blutungen, die zum Beispiel durch eine kleine Schnittwunde ausgelöst werden, und regt die Wundheilung an. Verantwortlich für diese Wirkungen sind die Gerbstoffe. Sie reagieren auf Haut und Schleimhaut mit körpereigenen Eiweißen und verändern deren Struktur. Dadurch ziehen sich die oberen Haut- und Schleimhautschichten zusammen und werden undurchlässiger. Der Juckreiz-stillende Effekt beruht vermutlich darauf, dass Nervenenden in der Haut – bedingt durch die Gerbstoffe – weniger auf Reizsignale reagieren. Als Gurgellösung kann Hamamelis helfen, wenn die Mundschleimhaut leicht entzündet ist. Bekannt ist die virginische Zaubernuss als Kosmetikprodukt – zum Beispiel als „Aqua hamamelidis“, zu Deutsch: Hamameliswasser. Diese Zubereitung enthält das ätherische Öl, die Gerbstoffe wurden weitgehend entfernt. Es erfrischt die Haut nach dem Rasieren und wirkt klärend.

                        HIMBEEREN / HIMBEERBLÄTTER

In der Naturheilkunde verwendet man die getrockneten Blätter und die Triebspitzen. Diese können als Tee oder als Teegemisch gegen Magenbeschwerden und zur Unterstützung von Harn- und Galleabsonderung verwendet werden. Zusammen mit Kamille helfen die Blätter der Himbeere gegen Blähungen. Die Himbeerblätter sind für ihre adstringierenden und stimulierenden Eigenschaften bekannt. Ein starker Tee daraus, als Mundwasser oder als Gurgelwasser verwendet, beruhigt wunde Stellen im Mund und mildert Entzündungen der Rachenschleimhäute. Gleiches gilt für eine Tinktur, die zum Beispiel als Mundwasser gegen Entzündungen und Wunden im Mundraum, ebenso gegen Zahnfleischprobleme und Geschwüre im Mund verwendet wird. Dafür verantwortlich ist der nennenswerte Gehalt an Tannin in den Blättern, der Wunden und Reizungen beruhigen kann, der auch gegen Geschwüre hilft, wenn man darauf Kompressen oder Auflagen, getränkt mit einem Absud, gibt. Alternativ dazu können bei diesen Beschwerden auch angefeuchtete und leicht angestoßene Blätter verwendet werden. Frische Himbeerblätter beinhalten eine große Menge Vitamin C, können also auch bei einem Sommerschnupfen gut gegeben werden. Die Beeren enthalten Nährstoffe, die gegen Blutarmut helfen können. In der chinesischen Kräutermedizin gelten die Beeren der chinesischen Himbeere (Rubus ideaus) als nierenstärkendes Mittel oder als Mittel gegen Inkontinenz. Die getrockneten oder frischen Blätter beinhalten viele Gerbstoffe, die adstringierende Eigenschaften besitzen. Die Blätter sind deswegen als Mittel gegen Durchfall, aber auch als Mittel bei einer zu starken Regelblutung und Ausfluss bekannt. Hinzu kommen Anwendungsgebiete wie Fieber, Erkältungsbeschwerden und grippale Infekte. Extrakte aus den Blättern können äußerlich als Gurgelmittel gegen Mandelentzündungen, Krampfadern, Verbrennungen und schlecht abheilende Wunden verwendet werden, ebenso gegen Hämorrhoiden. Ein gekühlter und gut abgefilterter Sud aus Himbeerblättern wurde früher auch in Form von Augentropfen gegen Bindehautentzündungen (Konjunktivitis) verwendet. Die Himbeerblätter sind dafür bekannt, gegen Entzündung und Schmerzen zu helfen, sei es bei Gicht, Arthritis oder anderen entzündlichen Gelenkserkrankungen. Hier hilft es, regelmäßig einen Tee aus roten Himbeeren und/oder den Blättern zu trinken, dreimal täglich sollte es schon sein. Kochen Sie dazu 30 g getrocknete Himbeeren und Blätter in einem halben Liter Wasser aus, dann 15 Minuten ziehen lassen. Heiß oder kalt trinken.  In der Himbeere sind Wirkstoffe, die antioxidativ wirken. Sie helfen den Zellmembranen, sich vor Schäden durch freie Radikale zu schützen. Ellagsäure ist einer der Wirkstoffe, Quercetin und Anthrocyanin sind zwei weitere Inhaltsstoffe, die auch vor Bakterien und Pilzen im Körper schützen, so zum Beispiel auch vor vaginalen Hefepilzinfektionen oder Reizdarmerkrankungen, die durch Pilze oder Bakterien ausgelöst wurden. Trinken Sie regelmäßig roten Himbeertee und essen Sie viele Himbeeren. Auch die Indianer Nordamerikas kannten die rote Himbeere als Uterus-Tonikum während einer Schwangerschaft, sie stärkt die Gebärmutter und stärkt die Kontraktionen während der Wehen. Der Tee löst aber keine Wehen aus, er hilft nur, dass sie effektiver werden. „Krebs mag keine Himbeeren“ – ein sehr gutes Buch, das ich weiterempfehlen kann! Die Medizinische Universität von South Carolina bewies, dass der Körper die enthaltene Ellagsäure dazu verwenden kann, um gegen bestimmte Arten von Krebszellen vorzugehen. Dazu gehören Speiseröhrenkrebs, Zungenkrebs, Lungenkrebs, Dickdarmkrebs, Leberkrebs, Hautkrebs und Brustkrebs. Das Vitamin C und die enthaltene Gallussäure, sowie weitere sekundäre Pflanzenstoffe, schützen Herz und Kreislaufsystem vor altersbedingten Beschwerden, wie eine Studie herausgefunden hat. Bemerkenswert an der Himbeere ist auch der hohe Eisengehalt. Die Himbeere reinigt das Blut und hat durch das viele enthaltene Eisen eine blutbildende Wirkung, was man sich bei Anämien zunutze machen kann. Nach großem Blutverlust kann dies sehr hilfreich sein. Ein halbes Pfund Himbeeren enthalten ungefähr 100 mg Calcium. Zusammen mit etwas Joghurt gegessen ist das eine wunderbare kleine Mahlzeit, die für feste Knochen, Haare und Nägel sorgt.

                                  HYALURONSÄURE

Zwei Tropfen vorm Schlafengehen einmassiert, zwei Tropfen am Morgen – und die Haut wirkt prall und strahlend wie nach einem Herbstspaziergang. Sie glauben, das klingt wie Hokuspokus? Von wegen. Ein Hyaluronsäure-Elixier vollbringt tatsächlich glatte Wunder. Das Geheimnis: Der Powerstoff saugt Feuchtigkeit auf wie ein Schwamm – ein Gramm kann bis zu sechs Liter Wasser binden! Die in den neuen Anti-Age-Cremes und Fillern enthaltene Hyaluronsäure geht bis in die Tiefe und füllt dort die Feuchtigkeitsdepots der Haut nachhaltig auf.

Was ist Hyaluronsäure eigentlich?

Anders, als ihr Name vermuten lässt, ist Hyaluronsäure (von griechisch „hyalos“ = gläsern) ein Naturprodukt. Sie steckt im ganzen Körper, davon zu über 50 Prozent in der Haut beziehungsweise in den Zellzwischenräumen der Dermis.

Der gelartige Feuchtigkeitsmagnet wird von den Bindegewebszellen produziert, wo er sich zu einem wahren Multitalent entwickelt: Hyaluronsäure polstert die Haut auf, stützt kollagene und elastine Fasern und kann sogar freie Radikale abfangen. Doch der Effekt ist nicht von Dauer. Etwa ab dem 25. Lebensjahr leeren sich die Depots peu à peu. Die hauteigene Produktion kommt nicht mehr nach – Sie merken es daran, dass die Spannkraft langsam nachlässt. Ab 40, wenn die Haut generell weniger Feuchtigkeit speichert, können sich tiefere Falten abzeichnen. Zeit, um von außen nachzuhelfen.
Wie nutzt die Kosmetik den Stoff?

Findige Forscher kamen schon beizeiten auf die Idee, Hyaluronsäure im Labor herzustellen – aus Hahnenkämmen. Um allergische Reaktionen auf tierische Proteine auszuschließen, wird der Stoff heutzutage jedoch vor allem biotechnologisch aus Mikroorganismen (z. B. aus Weizen) gewonnen. Japanische Kosmetikunternehmen brachten Hyaluronsäure schon in den 80er Jahren erfolgreich als Serum auf den Markt. Damit sah der Teint selbst nach durchfeierten Nächten im Nu taufrisch aus. Allerdings hielt der Beauty-Effekt nur kurze Zeit an. Der Grund: Die großen Moleküle blieben auf der Haut liegen und konnten nicht tief eindringen. Heute ist man bereits einen gewaltigen Schritt weiter und kann Hyaluronsäure in kleineren Fragmenten herstellen. „So wird der bioaktive Feuchtigkeitsspender von der Haut leichter aufgenommen“, erläutert Dr. Maria Langhals, Leiterin der Produktentwicklung Gesichtspflege bei Beiersdorf. In unteren Schichten soll die Produktion von Hyaluronsäure angekurbelt werden.

Dieses Ziel wird auf unterschiedlichen Wegen verfolgt: Decléor will die Hyaluronsäure-Produktion mit wildem Stiefmütterchen-Extrakt anregen. Kanebo baut auf eine Kombination aus Beta-Carotin, einem Hyaluronbooster und einem Cocktail aus Rosen-, Sandelholz- und Jasminaroma. Und Estée Lauder setzt auf Vorbeugung – mit einer ausgeklügelten Technologie, die jenes Enzym ausbremst, das Hyaluronsäure abbaut.

Der Spitzenmoisturizer steckt nicht nur in Anti-Age- Cremes, sondern auch in Augengelen, Reinigungsprodukten bis hin zu Hand- und Körpercremes. Im Trend: Liftingpflege, welche die Lippen schön voll und voluminös wirken lässt. Kleine Fältchen verschwinden zudem im Nu. Eine geballte Ladung Hyaluronsäure liefern traditionell Masken und Seren – da ist gleich doppelt und dreimal so viel drin wie im Tiegel.

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Ingwer                                          INGWER

Ingwer ist eine scharfe Angelegenheit. Wer auf ein Stückchen frische Knolle beißt, dem brennt nicht nur die Zunge. Auch die Wangen können sich röten, die Nase läuft bei manchem und eventuell durchblitzt ein Wärmegefühl den Körper. Denn Ingwer steckt voller Scharfstoffe. Sie sollen Wärmerezeptoren aktivieren.

Ingwer lindert Schmerzen

Doch die Scharfmacher können noch mehr. „Inhaltsstoffe aus Ingwer hemmen das gleiche Enzym im Körper wie Acetylsalicylsäure“, weiß Professor Eugen Verspohl, Pharmakologe am Pharmazeutischen Institut der Universität Münster. Besagtes Enzym nennt sich Cyclooxygenase. Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure lindert darüber Schmerzen, dämmt Entzündungen ein und hemmt die Blutgerinnung. Experten sprechen dem Ingwer ähnliche Wirkungen zu, wobei der schmerzstillende Effekt am besten durch Studien belegt ist. So setzen Betroffene Extrakte aus der Heilpflanze bei Muskelschmerzen ebenso wie bei Rheuma ein.
Probates Mittel gegen Übelkeit und Brechreiz

Weitaus bekannter ist, dass die Knolle gegen Reiseübelkeit hilft. „Inhaltsstoffe aus Ingwer mindern Übelkeit und Brechreiz, und zwar vergleichbar gut wie das chemische Mittel Dimenhydrinat“, sagt Verspohl. Der Pharmakologe beschäftigt sich seit nunmehr acht Jahren mit Zingiber officinale, wie sich das fernöstliche Gewächs in der Fachsprache nennt. „Wir haben herausgefunden, dass die Wirkstoffe an Serotonin-Rezeptor-Ionenkanälen angreifen, die am Erbrechen beteiligt sind“, sagt er. Allerdings profitieren nur diejenigen von Ingwer, denen es in Flugzeug, Zug oder Auto schlecht wird. „Tritt die Reiseübelkeit während einer Schiffsreise auf, eignet sich Ingwer weniger gut“, meint der Experte.

Sogar während einer Chemotherapie scheint sich das Gewächs zu bewähren. Studien zeigen, dass es Krebspatienten weniger stark übel wird, wenn sie neben chemischen Brechreizhemmern Ingwer einnehmen. So berichten Forscher der Universität von Rochester (USA), dass Ingwer-Extrakt die Beschwerden um 40 Prozent senke, wenn Patienten diesen drei Tage vor und nach der Chemotherapie anwenden. Allerdings ist die Studienlage zu diesem Thema noch nicht eindeutig und es gilt dasselbe wie bei allen anderen Medikamenten: Den Einsatz immer mit dem behandelnden Arzt absprechen.

Vorsicht: Kein Ingwer für Schwangere

Schwangere, denen Übelkeit zu schaffen macht, sollten Ingwer dagegen nicht einsetzen. „Denn bestimmte Inhaltsstoffe können die Wehen auslösen“, warnt Verspohl. Wer einen empfindlichen Magen hat, verzichtet auf das Gewürz unter Umständen auch besser. Der Scharfmacher bewirkt, dass mehr Magensäure gebildet wird. Tabu ist Ingwer außerdem für Menschen, die an Gallensteinen leiden. Sonst gilt Ingwer als gut verträglich.

Zudem hat Ingwer einen bereits seit langem bekannten, verdauungsfördernden Effekt. Ob Ingwer allerdings einer Erkältung vorbeugen kann, das Abnehmen erleichtert oder gar vor Krebs schützt, müssen wissenschaftliche Studien erst beweisen.

Wer einem flauen Gefühl im Bauch vorbeugen möchte, kann Ingwer – entweder als Tablette, Kapsel oder Tropfen – eine halbe Stunde vor der Reise einnehmen. Dauert der Flug zum Beispiel länger als vier Stunden, empfiehlt sich unterwegs eine erneute Dosis. „Wer mag, kann gegen Übelkeit einfach ein frisch geschältes Ingwerstückchen kauen, auch das hilft“, weiß der Pharmakologe. Auch durch Ingwertee oder entsprechende Zuckerbonbons gelangen die Scharfstoffe in den Körper. 

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                                                       KAVIAREXTRAKT

Rotkaviarextrakt ist ein „Effektiv-Wirkstoff“. Das heißt. dass die Wirkung unmittelbar nach dem Einsatz zu sehen ist. Die Haut wirkt sofort glatter, frischer und gepflegter. Fältchen werden gemildert , trockene- und sensible Haut erholt sich rasch und speziell in Augenpflegeprodukten ist es eine wahre Wonne.Kaviar-Extrakt nährt und vitalisiert die Haut• und enthält viele wertvolle Nährstoffe für menschlichen Organismus: Vitamine und Mineralstoffkomplexe vitalisieren die Haut, durch den hohen Lecithingehalt wird gleichzeitig der Kollagenabbau gestoppt. Die Haut fühlt sich sofort geschmeidiger und straffer an! Proteine, spezielle Fettsäuren und Vitamin A und D helfen, die Haut zu reparieren und sofort besser aussehen zu lassen. Weitere Informationen findest du unter http://www.dorotheas-rosengarten.de .

                                                  KAKAOBUTTER

Unter Kakaobutter versteht man das durch Abpressen gewonnene, filtrierte oder zentrifugierte Fett aus Kakaokernen oder Kakaomasse. Zur Vorbereitung der Produktion von Kakaobutter werden Kakaobohnen geröstet, gebrochen und von den Schalen getrennt. Sie werden anschließend durch erhitzte Walzen zur Kakaomasse zerdrückt. Diese Masse ist im warmen Zustand zähflüssig, und erstarrt beim Erkalten. Sie dient als Ausgangsmaterial für verschiedene weitere Produktionsschritte, zum Beispiel um Schokolade,Kakaopulver oder Kakaobutter herzustellen. Um Letztere herzustellen, wird aus der zuvor entstandenen Masse in einer Fettpresse das Fett von den anderen Bestandteilen getrennt. So entstehen ein Pressrückstand (Kakaopresskuchen) und die gewünschte Kakaobutter. Diese wird je nach Verwendungszweck noch raffiniert. Der Kakaopresskuchen kann zu Kakaopulver (umgangssprachlich auch nur als „Kakao“ bezeichnet) weiterverarbeitet werden. Je nach Anteil an verbleibender Kakaobutter in diesem Pulver bezeichnet man es als stark entölt (ca. 11–12 % Fett) oder schwach entölt (20–22 % Fett).

Im Bereich der Kosmetik findet man Kakaobutter in Lippenpflegestiften und Körperpflegeprodukten, da sie bereits bei Körpertemperatur schmilzt und ein weiches Hautgefühl hinterlässt. So eignet sie sich auch besonders gut bei trockener und rissiger Haut und dient aus diesen Gründen als Zusatz in Badezusätzen, Lotionen und Körperpflegecremen, Lippenpflegeprodukten und in Balsamen. Auch in Antifaltencremes ist sie häufig zu finden, da sie Falten vor allem rund um Augen und Mund mildern soll. Auch Schwangerschaftsstreifen soll das Einreiben mit Kakaobutter vorbeugen. Wichtig ist die Kakaobutter ferner für Seifen. Hier bildet sie im Zusammenhang mit Alkalien eine gute, feste und milde Seife, aber sie kann auch zum Überfetten von Seife oder als Basisöl in luxuriösen Seifen eingesetzt werden.

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                                                           LAVENDEL

Wer den Duft von Lavendel riecht, fühlt sich sogleich in die Provence versetzt. In dem milden Mittelmeerklima gedeiht der bläulich-violett blühende Strauch bestens. Seit dem 17. Jahrhundert wird er dort in großem Stil angebaut, denn er lässt sich vielfältig verarbeiten – zu Parfümessenzen, Seife, Honig, Kräuterkissen, Hautpflegeprodukten und Medizin. Wer Lavendel in den heimischen Garten pflanzt, profitiert gleich doppelt: Die Pflanze sieht hübsch aus und vertreibt Blattläuse von benachbarten Blumen, zum Beispiel von Rosen. Der Name Lavendel stammt wohl vom lateinischen „lavare“, also „waschen“. Denn im antiken Rom dienten die getrockneten Blüten als Bade- und Waschmittelzusatz. Als Heilpflanze wurde der echte Lavendel erst im 12. Jahrhundert bekannt. Hildegard von Bingen setzte das Kraut gegen Kopfläuse ein. Später galt Lavendel als hilfreich gegen Blähungen, Krämpfe und Angstzustände. Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in den Lavendelblüten. Sie enthalten zu ein bis drei Prozent ätherisches Öl, das sich hauptsächlich aus den beiden Substanzen Linalylacetat und Linalool zusammensetzt. Daneben kommen in den Blüten Gerbstoffe und Flavonoide vor.  Lavendelöl, insbesondere die darin enthaltenen Substanzen Linalool und Linalylacetat, wirken sich positiv auf Schlaf und Psyche aus. Wer schlecht einschläft oder nachts aufwacht, dem kann das Öl eventuell helfen. Denn dessen Inhaltsstoffe wirken Studien zufolge beruhigend und schlaffördernd. Zudem gibt es Hinweise, dass Lavendel einen angstlösenden Effekt haben könnte. Wichtig: Wer Angstzustände bekommt oder unter Schlafstörungen leidet, sollte die Beschwerden unbedingt von einem Arzt abklären lassen. Der kann auch entscheiden, ob sich Lavendel – als Tablette, als Entspannungsbad oder als reines Öl – für den Betreffenden empfiehlt.

                                                    LÖWENZAHN

Die Blätter erinnern an die Zähne eines Löwen – daher sein Name: Löwenzahn. Im Frühling verleihen die leuchtend gelben Blüten den Wiesen einen ersten kräftigen Farbtupfer. Allerdings deutet ein besonders prächtiges Farbenmeer auf einer Weide darauf hin, dass sie stark gedüngt wurde. Ist der Löwenzahn verblüht, hinterlässt er zahlreiche fallschirmartige Früchte und wird zur „Pusteblume“. Aus den Blättern lassen sich – solange sie noch jung und zart sind – leckere Salate zubereiten, die einen herb-würzigen Geschmack aufweisen. Als Heilpflanze ist Löwenzahn schon seit dem Altertum bekannt. Im Mittelalter setzten Verfechter der Signaturenlehre das gelb blühende Kraut gegen Gelbsucht ein. Nach dieser Lehre schlossen Heilkundige von den äußeren Merkmalen der Pflanze, zum Beispiel der Farbe, auf deren Wirkung im Körper. Die gesamte Pflanze wird als Arznei verarbeitet, also das Kraut ebenso wie die Wurzel. Löwenzahn enthält selten vorkommende Bitterstoffe, wie das Eudesmanolid Tetrahydroiridentin B oder das Germacranolid Ainsliosid. Daneben finden sich sogenannte Triterpene in der Pflanze, zum Beispiel die Substanz Taraxasterol, Sterole wie Sitosterol, Flavonoide und Cumarine. Die Wurzel beinhaltet darüber hinaus Schleimstoffe, Zucker und Inulin (vor allem im Herbst), das Kraut den Mineralstoff Kalium. Die Bitterstoffe bewirken, dass mehr Speichel und Magensäure ausgeschüttet werden. Gleichzeitig fördern sie die Freisetzung von Verdauungshormonen und -enzymen und kurbeln die Gallentätigkeit an. Durch diese Effekte regt Löwenzahn den Appetit an und bringt die Verdauung auf Trab. Auch wenn sich nach einer fettreichen Mahlzeit der Bauch bläht und sich ein unangenehmes Völlegefühl einstellt, kann die Heilpflanze helfen. Weitere Inhaltsstoffe des Gewächses wie Flavonoide und reichlich Kalium können leicht wassertreibend wirken. Mithin kommt Löwenzahn häufig in sogenannten Blutreinungs- und Entschlackungstees vor.

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                                PERLENPUDER / PERLENPULVER

Perlenpulver ist ein jahrtausendealtes Heil- und Schönheitsmittel und gilt als traditionsreich und kostbar – ein Inbegriff für Luxus und ewige Schönheit. Perlenpulver besteht aus Süsswasserperlen, aber auch aus hochqualitativen Tiefsee- bzw. Salzwasserperlen. Es stammt aus China und Japan und wird dort vor allem für Kosmetik verwendet. In Japan findet es meist Verwendung in der Hautpflege und soll den natürlichen Alterungsprozess verlangsamen. Wegen des Kalziumgehalts findet es sich dort auch als Nahrungsergänzung und zu medizinischen Zwecken, es ist in dieser Form in Europa allerdings schwer zu bekommen. Will man selber hobbymässig Kosmetik herstellen, sollte man beim Kauf von Perlenpulver (wie bei allen anderen Inhaltsstoffen auch) darauf achten, dass es pestizid- und herbizidfrei gewonnen wird und keine Beimischungen enthält. Seriöse Anbieter von pflegender Kosmetik werden internationalen Kosmetikstandards gerecht, entsprechende Bestimmungen zu Qualität und Ungefährlichkeit werden eingehalten (müssen eingehalten werden). Perlenpulver enthält viele essentielle Aminosäuren, soll dauerhaft und intensiv die Hautfeuchtigkeit regulieren, sowie die Hauterneuerung positiv beeinflussen und die Hautvitalität steigern.  Angeblich soll sich die auf den besonderen Inhaltsstoffen beruhende Wirkung mittlerweile auch wissenschaftlich beweisen lassen. Reines Perlenpulver enthält demnach bis zu 20 lebenswichtige Aminosäuren und viele Spurenelemente (u. a. Zink, Selen, Jod, Eisen, Phosphor, Magnesium). Diese sollen als Radikalfänger dienen und Stoffwechselvorgänge positiv beeinflussen.

                                                      PIGMENTE

Kosmetikpigmente werden unterschieden in Pigmente mineralischen Ursprungs (hierzu zählen Oxide, unter anderem das bekannte Titandioxid) und in synthetisch hergestellte Pigmente. Zudem gibt es noch die Perlglanzpigmente mit Eisenoxid – diese beruhen auf Mischungen und enthalten daher in der Kennzeichnung mehrere CI-Nummern . Oxide, Perglanzpigmente und ein Teil der synthetischen Pigmente werden auch in der Naturkosmetik verwendet! Nach meiner Erfahrung verursachen Pigmente in der Seife keinerlei Probleme, viel heikler für Allergiker sind bestimmte Duftstoffe (siehe hierzu „Deklaration der Bestandteile von Parfums und ätherischen Ölen“) sowie bestimmte synthetische Zusätze, die jedoch in unserer Naturseife nicht enthalten sind. Waschkultur verwendet grösstenteils für Naturkosmetik geeignete Pigmente.

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                                                   RINGELBLUME

Die Ringelblume galt früher als Wetterorakel – und das nicht ohne Grund. Pünktlich zum Sonnenaufgang öffnet die Pflanze ihre leuchtend gelben Blüten. Verschwindet die Sonne hinter dem Horizont, schließen sie sich. Droht Regen, bleiben die Blütenköpfchen geschlossen. Der Name der Pflanze hat sich vermutlich aus den eingerollten, gebogenen Samen entwickelt, die nach der Blütezeit entstehen. Obwohl die Ringelblume wohl zu den ältesten Kulturpflanzen gehört, ist sie erst seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt. Hildegard von Bingen führte „Ringula“ als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und Entzündungen aller Art ein. Arzneilich verwendet werden die Ringelblumenblüten. In ihnen kommen zu zwei bis zehn Prozent sogenannte Triterpensaponine vor und zu 0,2 bis 0,3 Prozent ätherisches Öl. Es enthält als Hauptkomponente den Stoff alpha-Cadinol. Außerdem finden sich in den Blüten Triterpenalkohole wie Faradiol, Carotinoide, wasserlösliche Zuckerstoffe und Flavonoide. Ringelblumenblüten werden hauptsächlich in Salben, Cremes und Tinkturen verarbeitet, die Patienten auf der Haut oder Schleimhaut anwenden. In Laborversuchen bewirken Auszüge aus der Heilpflanze, dass sich eine Wunde schneller verschließt und gut verheilt. Außerdem wirken bestimmte Inhaltsstoffe der Ringelblume antientzündlich – zumindest im Reagenzglas. Aufgrund dieser Effekte kommen Ringelblumenextrakte häufig in Wundheilungssalben vor, aber auch in Zubereitungen, die leichte Entzündungen in Mund und Rachen lindern sollen.

                                                         ROSENÖL

Die „Rosa damascena“  ist die Heilpflanze des Jahres 2013. Nach Angaben des Vereins NHV, der die Pflanze dazu gekürt hat, wirkt die Pflanze harmonisierend für Körper und Seele. Die Aromatherapie verwendet diese Rosenart u.a. zur seelischen und körperlichen Entspannung. Mögliche Anwendungsbereiche: Jojobaöl mit 5-10 % reinem Rosenöl mischen und als Körperöl, zur Raumbeduftung oder als Badezusatz (in dem Fall die Rosenmischung mit etwas Sahne vermengen) verwenden.

                                               ROSENWASSER

Rosenwasser (korrekter: Rosen-Hydrolat) ist ein Duftwasser, das als Nebenprodukt bei der Herstellung von ätherischem Rosenöl anfällt. Echtes Rosenwasser ist nicht mit dem ebenfalls als Rosenwasser bezeichneten Auszug (siehe Rosen-Mazerat) aus Rosenblüten zu verwechseln. Im Gegensatz zu ätherischem Wasser, manchmal auch aromatisches Wasser genannt, erhalten Hydrolate ihren Duft im Wesentlichen durch wasserlößliche Bestandteile der Ursprungspflanze und nur in Spuren durch ätherische Öle, welche ersterem zugesetzt werden. Im Falle der Destillation von Blütenblättern der Rose, dürfte ein Ausnahmefall vorliegen, da die wirtschaftliche Bedeutung des Nebenproduktes die des ätherischen Öls oft übersteigt.  Eine auf das Jahr 810 datierte historische Quelle aus Persien, dem Land in dem die Rosendestillation nach heutigem Kenntnisstand erfunden wurde, belegt die Lieferung von 30.000 Flaschen Rosenwasser in die Metropole Bagdad. Rosenwasser ist Bestandteil bestimmter Marzipansorten und wird zur Aromatisierung verschiedener Speisen und Getränke verwendet, am häufigsten in der orientalischen Küche. Rosenwasser wird Inhaltsstoff für eine Vielzahl von Kosmetik- und Naturkosmetik-Produkte verwendet. Die INCI-Bezeichnung schlüsselt Rosenwasser z.B. wie folgt auf: Aqua, Rosa Damaccena, Benzoesäure, Sorbitsäure. Je nach verwendeter Rosenart lauten die Bezeichnungen entsprechend Rosa damascena, Rosa alba, Rosa canina, Rosa gallica, Rosa centifolia, Rosa moschata, oder Rosa arvensis.

rosskastanien                                             Rosskastanie

Die Rosskastanie ist wahrlich zum Verlieben. Dieser mächtige Baum wurde erst vor ungefähr 450 Jahren aus dem Ostbalkan nach Zentraleuropa gebracht und ist heute als Schattenspender vielerorts anzutreffen.

Im Herbst freuen sich Kinder über die Kastanien, die sie zum Basteln und für den Förster sammeln. Dabei sind die braunen Samen noch für viele andere Dinge zu gebrauchen. Vom Wäschewaschen über das Zähneputzen bis hin zu Heilanwendungen bei Krampfadern und Durchfall gibt es viele interessante Anwendungen.

In diesem Beitrag zeigen wir dir die wichtigsten Anwendungen für Rosskastanien im Haushalt und für die Gesundheit.

Inhaltsstoffe und Wirkungsweise der Kastanie
Die Kastanie trägt grüne, stacheilige Früchte, in deren Innerem bis zu drei braune Samen zu finden sind. Sie enthalten unter anderem Saponine, Aescin, Flavonoide, Cumarine, Gerbstoffe und Nährstoffe. Saponine sind seifenähnliche Wirkstoffe, die auch konzentriert in Efeu-Blättern und einigen anderen Pflanzen vorkommen. Aescin ist ein Wirkstoff, der bei Venenbeschwerden eingesetzt wird, insbesondere bei Krampfadern. Im Handel findest du Mittel zur äußeren Anwendung, z.B. als Venengel und zur inneren Anwendung, z.B. als Kapsel. Diese Wirkstoffe kannst du aber auch einfach und preiswert nutzen, wenn du zur richtigen Zeit etwas sammeln gehst.

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                                                          SEIDENPUDER

Große Poren verschwinden, das Hautbild verfeinert sich und der Fettglanz verschwindet. Speziell bei fettiger Haut, jedoch auch für jeden anderen Hauttyp ist Seidenpuder  ein Wundermittel: es mattiert bestens, macht optisch ein ganz feines Hautbild und ist absolut verträglich, da es ein 100% Naturprodukt ist. Es kann auch über dem Make up aufgetragen werden. Pur aufgetragen hat es die gleiche Wirkung. Aber man kann es auch – wie ich es getan habe – in bereits fertige Cremes oder Make up’s einrühren. Weitere Informationen findest du unter http://www.kosmetikmacherei.at

                                                            SOJABOHNEN

Die Sojabohne (Glycine max (L.) Merr.), häufig auch einfach als Soja (von jap. shōyu für Sojasauce) bezeichnet, ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Leguminosae oder Fabaceae). Der Anbau der Nutzpflanze Sojabohne ist seit einer Zeit zwischen 1700 und 1100 v. Chr. in Nordostchina als Nahrungspflanze nachgewiesen. Die Sojabohne wird heute auf sechs Prozent der globalen landwirtschaftlichen Nutzfläche angebaut und ist die weltweit wichtigste Ölsaat. Ihre zunehmende Bedeutung spiegelt sich in dem seit den 1970er Jahren von allen Nutzpflanzen höchsten Zuwachs an Anbaufläche wider. Während 1960 siebzehn Millionen Tonnen produziert wurden, waren es 2012 253,1 Millionen Tonnen. Sojabohnen enthalten etwa 20 Prozent Öl und 37 Prozent Eiweiß. Die Eiweißqualität ist mit der von tierischem Eiweiß vergleichbar, was die Sojabohne von anderen Pflanzen abhebt. Direkt von Menschen konsumiert werden etwa zwei Prozent der geernteten Sojabohnen.

                                              Sheabutter

Die Früchte des Sheanussbaums sind botanisch gesehen Beeren, die darin enthaltenen etwa 4 cm großen Fruchtkerne, die Kariténüsse, enthalten ungefähr 50 % Fett und stellen eine wesentliche Quelle für Speise- und Hautpflegefett dar, das Fruchtfleisch wird gegessen. Als wichtiger Nutzbaum wird der Karité neben anderen Arten, wie Néré und Baobab, bei der Rodung für neue Felder meist verschont. Diese traditionelle Agroforstwirtschaft wird auch als Kulturbaumpark bezeichnet. Da der Karitébaum aber nur schwer vermehrt werden kann, neue Pflanzen oft nur Zufallskeimungen sind, er erst ab einem Alter von etwa 20 Jahren blüht und erst mit etwa 50 Jahren seine volle Ertragskraft erreicht, ist seine groß angelegte kommerzielle Verwertung durch die lange Wartezeit auf den Ertrag noch schwierig.

Am meisten beeindruckt Sheabutter durch ihre vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und erstaunliche Wirkung. In ihren traditionellen Ursprungsgebieten vertrauen die Menschen ihrer unschätzbaren Pflege und Heilkraft. Sie gilt als bewährtes Naturmittel, das die Haut bis ins hohe Alter schön und gesund erhalten kann. Von Geburt an werden Kinder damit massiert und gepflegt. Auch wissen die Menschen ihre entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften bei Juckreiz, Narben und Verbrennungen einzusetzen. Schwangere Frauen massieren sich mit Sheabutter ein, um Dammrissen und Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen. In afrikanischer Liebeskunst spielt sie seit Urzeiten eine besondere Rolle: Sheabutter wirkt bei erotischen Massagen stimulierend und wird als luststeigerndes Gleitmittel verwendet. Darüber hinaus dient sie in vielen traditionellen Gerichten als kostbares Speisefett.

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Tinkturen herstellen          Tinkturen

Tinkturen sind alkoholische Auszüge aus Heilkräutern. Man kann Tinkturen nicht nur fertig kaufen, sondern man kann sie auch selbst zubereiten. Die Tinkturen sind eine bequeme Möglichkeit, die Kraft der Heilpflanzen anzuwenden, denn man kann sie einfach tropfenweise einnehmen und muss nicht vor jeder Einnahme extra einen Kräutertee aufbrühen. Selbstverständlich sind Tinkturen nur für Erwachsene geeignet und bei den Erwachsenen auch nur, wenn man nicht alkoholabhängig oder leberkrank ist. Hier wird die Zubereitung und Anwendung verschiedener Tinkturen beschrieben. 

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                                              VITAMIN E

Vitamin E ist ein Sammelbegriff für fettlösliche Substanzen mit antioxidativen und nicht-antioxidativen Wirkungen. Die am häufigsten vorkommenden Vitamin-E-Formen werden Tocopherole und Tocotrienole genannt (abgeleitet von den altgriechischen Wörtern τόκος/tókos, „Geburt“ und φέρειν/phérein, „tragen“, „bringen“). Außerdem gibt es noch Tocomonoenole (T1) und MDT (marine derived tocopherols). Vitamin E ist Bestandteil aller Membranen tierischer Zellen, wird jedoch nur von photosynthetisch aktiven Organismen wie Pflanzen und Cyanobakterien gebildet. Häufig wird der Begriff Vitamin E fälschlicherweise allein für α-Tocopherol, die am besten erforschte Form von Vitamin E, verwendet.

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                                                                          WEINGEIST

Ethanol (auch Äthanol, Trivialname Alkohol) ist ein aliphatischer, einwertiger Alkohol mit der Summenformel C2H6O. Die reine Substanz ist eine bei Raumtemperatur farblose, leicht entzündliche Flüssigkeit mit einem brennenden Geschmack und einem charakteristischen, würzigen (süßlichen) Geruch. Die als Lebergift eingestufte Droge wird bei der Herstellung von Genussmitteln und alkoholischen Getränken wie Wein, Bier und Spirituosen aus kohlehydrathaltigem Material durch eine von Hefen ausgelöste Gärung in relativ großen Mengen produziert. Die Vergärung von Zucker zu Ethanol ist eine der ältesten bekannten biochemischen Reaktionen. In der Neuzeit wird Ethanol für industrielle Zwecke aus Ethen hergestellt. Ethanol hat eine weite Verbreitung als Lösungsmittel für Stoffe, die für medizinische oder kosmetische Zwecke eingesetzt werden, wie Duftstoffe, Aromen, Farbstoffe oder Medikamente sowie als Desinfektionsmittel.

wermut                                     WERMUT

Wermut wird seit der Antike als Heilpflanze eingesetzt. Ihm wurden zahlreiche Wirkungen zugeschrieben, darunter die Förderung von Appetit, Verdauung und Menstruation sowie Hilfe bei Kopfschmerzen, Gelbsucht und Entzündungen. Im alten Griechenland war die Pflanze der jungfräulichen Jagdgöttin Artemis geweiht, in Ägypten, wo sie auch als Liebeszauber eingesetzt wurde, der Fruchtbarkeitsgöttin Bastet. Im Mittelalter wurde der Einsatz als Heilpflanze unter anderem von Hildegard von Bingen ausführlich beschrieben, die vor allem die äußerlichen Anwendungen betonte. Daneben wurde Wermut zur Abwehr von Mäusefraß an Büchern in Schreibtinte verwendet und gegen Motten in Kleiderschränke gehängt. Er galt außerdem als wirksames Abwehrmittel gegen Hexerei und dämonische Einflüsse und wurde bei verschiedenen Ritualen sowie in Kräutermützen gegen Schlaflosigkeit eingesetzt. Als nachgewiesen gilt heute die Wirksamkeit zur Appetitanregung, bei Beschwerden des Verdauungstraktes, wie Gastritis oder Blähung, zur Anregung der Leberfunktion sowie bei krampfartigen Störungen des Darm- und Gallenwegbereichs. Die verdauungsfördernde Wirkung wird dabei auf die enthaltenen Bitterstoffe zurückgeführt. In der Homöopathie wird Wermut auch gegen Erregungszustände und Krampfleiden eingesetzt. Verwendet werden Bruchstücke der Zweigspitzen blühender Pflanzen (Absinthii herba bzw. Herba Absinthii). Diese werden in verschiedenen kommerziell erhältlichen Phytopharmaka als wässrige oder wässrig-alkoholische Auszüge verarbeitet oder können als Tee zubereitet werden. Nebenwirkungen können bei starker Überdosierung oder der Verwendung alkoholischer Extrakte auftreten und gehen auf die toxische Wirkung des Thujons zurück. Sie können Benommenheit, Erbrechen, Bauchschmerzen und in schweren Fällen Nierenschäden und Störungen des Zentralnervensystems umfassen. Wässrige Auszüge enthalten im Gegensatz zu alkoholischen relativ geringe Mengen an Thujon. Das reine ätherische Öl wird aufgrund des Thujongehalts von bis zu 40 % nicht medizinisch verwendet. Neben der Verwendung als medizinische Droge kann Wermut auch als verdauungsförderndes Gewürz zu fetten Speisen verwendet werden.

Wer den Echten Wermut zu intensiv und zu bitter findet, sollte sich vielleicht dem Römischen oder Pontischen Wermut zuwenden. Er wird noch heute häufig zum Aromatisieren von Wermutwein verwendet. Die Verwendung in der Küche ist sicher Ansichtssache. Liebhabern herber Düfte empfehlen wir ein Bad mit dem Römischen Wermut. Wahrlich etwas ganz besonderes! Dabei kann die Badezutat auch mit blumigeren Duftnoten wie z.B. der Rosenmonarde bereichert werden.  Der Römische Wermut gehört unter der Gattung Artemisia zu den staudigen Arten, die im Herbst einziehen. Das dann übrig bleibende, braune Laub sorgt für einen ganzjährig guten Eindruck. Im Sommer verleiht das filigrane, graugrüne Laub angenehme Struktur im Staudenbeet.
Durch Ausläufer breitet sich Artemisia pontica schnell aus. Auf sandigem, armem Boden bildet sich so bald ein dekoratives ‚Wäldchen‘. Für kleinere Flächen demnach nicht empfehlenswert. Schön aber für Kübel und als Partner zu höher wachsenden Rosen.

Trauerweide          Weide        Trauerweide 2

Verwendet wird für die Weidenmedizin die Rinde zweijähriger und dreijähriger Zweige von

  • Silberweide
  • Purpurweide 
  • Bruchweide
  • anderen Weiden, sofern sie einen Mindestgehalt von 1,5 % Salicin aufweisen.

Dazu zählen u.a. die Reifweide, die ebenso wie die 3 vorgenannten kommerziell genutzt wird, und die Salweide, die in kleinem Umfang traditionell privat genutzt wird.
Bei der Ernte der Weidenrinde ist schon aus persönlicher Überzeugung Zurückhaltung geboten, außerdem wurden die Weiden als Arten gefährdeter besonderer Pflanzengesellschaften unter Naturschutz gestellt!

Silberweide:    wildfind_silberweide_1p1030078

Purpurweide   wildfind_purpurweide_purmiapril

Bruchweide      wildfind_reifweide_bruchweidewinterknospen

Salweide           wildfind_salweide_p1020179

Trauerweide    Trauerweide

Die Trauerweide ist in der  gesamten asiatischen Medizin seit vielen Jahrhunderten erwähnt worden und es gibt auch Aufzeichnungen aus der Altsteinzeit über die Nutzung dieser Bäume. Seine medizinischen Anwendungen sind auf die Rinde des Baumes, die reich an Salicylsäure (ein Bestandteil der Aspirin-Tablette) ist,  zurückzuführen. Es wurde als entzündungshemmendes Mittel und Schmerzmittel – zubereitet als Tee aus der Rinde des Baumes – verwendet.

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                                                                 ZIMT

Zimt ist ein äußerst effektives Naturheilmittel. Zimt kann die Blutzuckerwerte und ausserdem den Cholesterinspiegel senken. Gleichzeitig kurbelt Zimt als wärmendes Gewürz den Stoffwechsel an, was hilfreich sein kann, wenn man Gewicht verlieren möchte. Zimt ist ausserdem sehr reich an sekundären Pflanzenstoffen, so dass er zur Krebsprävention eingesetzt werden kann. Zimt stellt damit bei sehr vielen Beschwerden ein hervorragendes Nahrungsergänzungsmittel dar, das so manche Therapie begleiten und deren Wirkung verstärken kann.