Archiv für den Monat: Oktober 2016

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Seife mit Rosenduft und Honig

Ich habe vor kurzem über die pflegenden Eigenschaften von Aprikosenkernöl gelesen und wollte eine Handseife herstellen, die genau diese Eigenschaften hat. Aprikosenkernöl enthält u.a.

  • circa 65-70% Ölsäure (Oleinsäure)
  • circa 21-25% Linolsäure
  • circa 5% Palmitinsäure
  • circa 1,6 % Stearinsäure
  • maximal 1% Palmitoleinsäure
  • etwa 34mg y-Tocopherol  (natürliches Vitamin E) pro 100ml Öl.

So kann Aprikosenkernöl beispielsweise dabei helfen

  • irritativer Kontaktdermatitis entgegenzuwirken
  • Altersflecke die aufgrund von Lichtschädigung auftreten zu mildern
  • Mitesser in Bezug auf ihre Größe zu reduzieren. 

Und diese tollen Eigenschaften haben mich dazu „gebracht“, eine Seife mit 20 % Aprikosenkernöl herzustellen. Dazu habe ich SheabutterAprikosenkernöl, Arganöl, Olivenöl und Avocadoöl mit einer NaOH-Lauge – hergestellt mit Rosenwasser – sowie Rosenöl und Waldhonig zu einer Seife verbunden und mit etwas Seifenfarbe in Rot eingefärbt. Leider hatte die Farbe nicht den gewünschten Effekt – ich nehme an, das liegt am Honig. Für die Duschseife bzw Handseife ist eine Überfettung von ca. 5 – 6 % völlig ausreichend. Durch den hohen Anteil an Sheabutter kann ich mir nach dem Duschen das Eincremen sparen. 

Nach der Gelphase habe ich die Seife ausgeformt und mit einem „Topping“ aus einer weißen Seife überzogen und mit einigen rosa gefärbten Elementen verziert.

Für das Topping habe ich 200 g geschmolzene weiße Seife, 4 EL Flüssigseife und 3 ml Parfümöl – in diesem Fall Vanille-Duft – solange mit einem Mixer auf höchster Stufe aufgeschlagen, bis die Seifenmasse wie Schlagsahne aussah. Dann habe ich die Seifen“Sahne“ mit einem Löffel großzügig auf der ungeschnittenen Seife verteilt und habe das Ganze noch mit ein paar rosa gefärben Miniseifenstücken verziert. Nach weiteren 1 – 2 Tagen kann die Seife dann geschnitten werden.

Das genaue Rezept für diese Seife habe ich hier als pdf-Download zur Verfügung gestellt.

Für die Anpassung dieses Rezepts auf eure eigenen Bedürfnisse findet ihr hier einen Seifenrechner

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Shampoo-Seife mit Waldhonig

Wer langes Haar hat und es möglichst gesund erhalten möchte, kommt um ein Shampoo mit Honig nicht herum. Denn durch den Honig wird das Haar gepflegt, geschützt und repariert, sind die Haare gestärkt und leichter zu kämmen. Und mein Gedanke war nun: Kann ich auch eine Shampoo-Seife mit Honig in meiner kleinen Küche herstellen, ohne eine ganze Chemie-Fabrik zu besitzen? Und siehe da: Ja – es funktioniert!

Allerdings gab es auch einen Fehlversuch: Beim ersten Versuch habe ich den Honig in der Lauge aufgelöst, was gründlich daneben ging: Die Lauge „kochte“ über und wenn ich nicht alles in der Küche gut und sicher abgedeckt hätte, wäre mein Küchentisch sicher hinüber gewesen. Beim zweiten Versuch bin ich dann wie folgt vorgegangen:

Ich habe aus Olivenöl, Kokosöl, Traubenkernöl, Arganöl, Avocadoöl und Rizinusöl mit einer Überfettung von 4 % einen klassischen Seifenleim hergestellt, den ich dann mit 1 EL Orangenöl, 1 TL Vanilleöl und 1 EL Waldhonig angereichert habe.  Da genaue Rezept findet ihr unter den Fotos.

Für’s Erste habe ich eine Menge von 220 g Seifenleim hergestellt, um das Rezept zu testen. Aus dieser Menge habe ich 6 halbe Scheiben von einem Gewicht von ca. 40 g erhalten.

Das genaue Rezept für diese Seife habe ich hier als pdf-Download zur Verfügung gestellt.

Für die Anpassung dieses Rezepts auf eure eigenen Bedürfnisse findet ihr hier einen Seifenrechner