Archiv für den Monat: September 2016

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Testbericht: Philips Airfryer TurboStar

Zusammen mit 149 weiteren Testern darf ich in Kürze den Philips Airfryer TurboStar gründlich auf Herz und Nieren testen – mein Dank geht an Philips und an Markenjury.com.

Ich glaube, ich  muss nicht extra erwähnen, dass ich sehr, sehr glücklich bin, dass ich für diesen Test ausgewählt wurde.

Die Bestellung über den Online-Shop von Philips war übersichtlich, benutzerfreundlich und ging sehr schnell. An Zahlungsmöglichkeiten stehen folgende Möglichkeiten zur Auswahl: Zahlung per Kreditkarte, PayPal sowie Sofortüberweisung. Fast zeitgleich mit dem Abschicken der Bestellung wurde mir per E-Mail die Bestätigung zugesandt und am nächsten Tag erhielt ich schon die Versandmitteilung. Dadurch konnte ich den Versandstatus auch online abrufen.

Nachdem der Airfryer bei mir angekommen ist, habe ich ihn gleich auf seinen Platz in der Küche gestellt und – er kam gegen Mittag bei mir an – dann habe ich ihn natürlich gleich ausprobiert: Ich hatte mir schon Pommes gekauft und dazu ein paar Hähnchenfilets. Die Filets habe ich mit etwas gewürztem Öl eingepinselt und die Pommes habe ich einfach aus der Tüte genommen und beides in den Airfryer gegeben. Dann habe ich die Temperatur auf 180 Grad und die Zeit auf 18 Minuten eingestellt. Nach den 18 Minuten erklang ein Signal, dass das Essen entnommen werden konnte. Ich habe also die Pommes herausgenommen und bei der gleichen Temperatur und 5 weiteren Minuten die Hähnchenfilets noch etwas nachgegart. Die Pommes habe ich im ausgeschalteten Ofen warmgehalten. Das Essen war, wie ich es erwartet hatte: Die Filets waren perfekt gegarten (nicht zu trocken und auch nicht halb roh). Die Pommes waren außen knusprig und innen noch etwas cremig – also so, wie ich sie mag. Was mich am meisten fasziniert hat – es hat nicht nach „Frittenbude“ gerochen! Hätte ich die Pommes nicht auf meinem Teller gehabt, hätte ich nicht gemerkt, dass ich welche zubereitet habe! Als nächstes habe ich eine Leberkäse im Airfryer zubereitet: ich habe mir einen Leberkäse zum Fertigbacken gekauft und bei 160 Grad in ca. 35 Minuten im Airfryer gebacken. Das Ergebnis war super!

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Weihnachtsseife

Weihnachtsbasteln mit Kindern: Transparente Glycerin-Seife als Geschenk für Mama und Papa

Aus meiner Kindheit haben wir in unserer Familie eine sehr schöne Tradition mitgenommen und aufrecht erhalten: Mindestens 1 Geschenk unter dem Weihnachtsbaum sollte selbst gemacht sein. Nach meiner Meinung ist gerade für Kinder diese gemeinsame Zeit mit den Eltern sehr wichtig und – wenn wir ehrlich zu uns sind – bringt allen Beteiligten auch viel Spaß.

Momentan verbringe ich meine Freizeit sehr gern damit, Seifen in allen Variationen herzustellen. Was liegt da näher, auch mit Kindern mal eine Seife herzustellen, die so gestaltet werden kann, wie Kinder es mögen: kunterbunt und herrlich nach Weihnachten duftend.

Aber: der Umgang mit einer ätzenden Lauge ist absolutes Tabu für Kinder! Die Gefahr ist einfach zu groß, dass jemand verletzt wird! Also bleibt nur die Möglichkeit, dass eine bereits fertiggestellte Glycerinseife genutzt wird. Doch wenn man auf den Behälter einer solchen Seife nach der Zutatenliste sieht, fällt auf, dass die Seife mehr Chemie enthält, als für Kinder gut ist. Was liegt da näher, als sich selbst an die Herstellung einer Glyzerinseife heranzuwagen? Natürlich dürfen auch bei der Herstellung von Glycerinseife keine Kinder in der Nähe sein! Diese Seife sollte im Vorfeld vorbereitet werden.

Wenn die Grundseife fertig ist,  können die Kinder eingeladen werden, um die Weihnachtsgeschenke für Mama und Papa basteln.

Dafür sind jetzt nur noch wenige Zutaten nötig:

  • die selbst produzierte Glycerinseife (nach Möglichkeit in kleinen Stücken)
  • verschiedene Seifenduftöle
  • Seifenfarben nach Wunsch
  • dekorative weihnachtliche Gewürze (zum Einlegen in die Seife)
  • Glitzer in Gold und Silber (Kinder lieben das)

Zuerst werden die Seifenformen (in meinem Fall eine Schmetterlingsform und eine Delfinform) und die oben genannten Zutaten zurechtgelegt. Nun werden ca. 20 – 30 g Glycerinseife (die genaue Menge richtet sich nach dem Volumen der Seifenform) im Wasserbad geschmolzen und – da ja Weihnachten ist – mit einigen Tropfen Orangenöl, Zimtöl und Nelkenöl beduftet und orange eingefärbt. Hier sollten wasserlösliche Seifenfarben benutzt werden, da ölhaltige Farben den transparenten Look beeinträchtigen. Diese Seife kann jetzt in die Form gegossen werden.

Für die zweite Schicht werden erneut 20 – 30 g Glycerinseife im Wasserbad geschmolzen und mit Orangenöl, Zimtöl und Nelkenöl beduftet. In diese Seife werden nun Orangenzesten und nach Wunsch Gold- oder Silberglitzer eingestreut. Die ungefärbte Seife wird nun ganz vorsichtig (nach Möglichkeit über den Rücken eines Teelöffels) über die Orangenzesten und den Glitzer gegossen.

Die dritte Schicht für die Weihnachtsseife wird wie die erste Schicht hergestellt und in die Seifenform als dritte Schicht gefüllt. Ich hoffe, auf den Bildern ist zu erkennen, dass die jeweilige Seife aus 3 Schichten besteht.

Jetzt heißt es nur noch, etwas Geduld aufzubringen, bis die Seife komplett ausgekühlt ist und aus der Form genommen werden kann.

Nun nur noch in eine durchsichtige Tüte füllen und mit einer großen Schleife verzieren – fertig ist ein selbstgemachtes Weihnachtsgeschenk für Mama.

Für Papa sollten vielleicht Farben und Düfte nach seinem Geschmack verwendet werden. Es bieten sich zum Beispiel ein Tannengrün und/oder Rot sowie holzige Düfte (z.B. ein Duftöl, das nach Tanne duftet) an.

 

Transparente Glycerinseife

Die Herstellung einer transparenten Glycerinseife erfolgt in vier Hauptabschnitten:

  • Herstellung einer Basisseife
  • Lösen der Seife in Alkohol
  • Stabilisierung durch Zugabe einer Zuckerlösung
  • Abformen.

Für die Herstellung der Basisseife werden 200 g Stearinsäure, 120 g Kokosöl und 80 g Rizinusöl benötigt. Weiterhin wird eine Lauge, bestehend aus 60 g NaOH und 125 g Wasser, benötigt. Das ist weniger Wasser, als sonst üblich, aber da noch weitere Flüssigkeiten hinzugefügt werden, ist diese Menge Wasser ausreichend. Die festen Fette werden, wie immer, im Wasserbad geschmolzen und mit dem Öl vermischt. Jetzt können die beiden Flüssigkeiten bei einer Temperatur von ca. 60 Grad mit einem Stabmixer so lange gründlich vermischt werden, bis der Seifenleim andickt. Je wärmer die Flüssigkeit bleibt, um so schneller beginnt sie anzudicken. Es hat sich gezeigt, dass der Verseifungsprozess in einem Wasserbad am besten ist. Der Seifenleim muss unbedingt bis zur Gelphase im Wasserbad verbleiben! Die Herdeinstellung sollte ca. 75 Grad betragen (Elektroherd: Stufe 1). Es ist hilfreich, den Seifentopf mit einer Klarsichtfolie, die mit einem kräftigen Gummiband befestigt ist, abzudecken. Der gesamte Verseifungsprozess sollte ungefähr eine Stunde dauern. Jetzt wird das Gel aufgerührt und dabei die erkalteten Rest am Topfrand und an der Oberfläche werden gründlich untergerührt. Nun muss der Seifentopf wieder mit der Folie verschlossen werden und bleibt eine weitere Stunde im Wasserbad bei einer Temperatur von ca. 75 Grad.

In der Zwischenzeit wird die Alkohol-Glycerin-Lösung aus 150 g Alkohol (95,6 %) und 100 g Glycerin (diese Mengen sind auf die Fettmenge bezogen) wie folgt hergestellt: Der Alkohol und das Glycerin werden zusammen im Wasserbad auf ca. 60 Grad erwärmt. Dabei ist eine erhöhte Aufmerksamkeit dringend erforderlich, das sich der Alkohol und selbst die alkoholischen Dämpfe  sehr leicht entzünden können! Dann wird die Alkohol-Glycerin-Mischung, die als Lösungsmittel für die gelartige Seife dient, in den Seifentopf gegeben werden. Anfangs wird die Seife noch klumpen, aber mit etwas Geduld wird sie sich völlig auflösen und transparent werden. Sollten sich feste Seifenränder im Topf gebildet haben, müssen diese abgeschabt und untergerührt werden. Dafür ist ein Schneebesen das geeignetste Gerät. Jetzt wird der Seifentopf wieder mit Folie und Gummiband verschlossen und für 30 Minuten im Wasserbad auf kleinster Flamme gehalten werden. Jetzt sollten sich alle Seifenbestandteile aufgelöst haben.

Währenddessen wird jetzt eine Zuckerlösung aus 100 g Zucker und 65 g Wasser gekocht. Die Zuckerlösung wird in einem dünnen Strahl in die Seife gegeben, gründlich untergerührt und für ca. 20 – 30 Minuten ruhen gelassen. Dabei wird der Topf erneut abgedeckt und bis auf ungefähr 60 Grad abgekühlt. Sollte sich auf der Seife Schaum gebildet haben, muss dieser vorsichtig abgeschöpft werden, damit eine klare und glatte Oberfläche entsteht.

Nun ist die transparente Seife bereit, in eine Kastenform gegossen zu werden. Um eine glatte Oberfläche zu erhalten, kann noch etwas Alkohol aus einer Sprühflasche darüber gegeben werden. Nach dem Erkalten kann die Seife aus der Form genommen werden und sollte dann noch zwei Wochen „ruhen“ – nicht zum Nachreifen wie bei Cold-Process-Seifen – sondern um noch ein wenig zu trocknen. Vorher kann die Seife noch in kleine Stücke geschnitten werden, um sie später besser dosieren zu können.

Natürlich wird die so entstandene Seife nicht so transparent, wie industriell hergestellte transparente Seifen, aber zumindest sind die Zutaten überschaubar und gleichen keinem Chemiebaukasten.

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Duschseife mit Kakaobutter und Aloe Vera

Beim Durchsuchen meiner Zutaten für die Kosmetikherstellung habe ich eine Dose mit Aloe-Vera-Gel und noch etwas Kakaobutter gefunden. Meine Idee ist nun die Herstellung einer Seife mit diesen wunderbaren Zutaten. Mir fehlt nur noch eine Zutat: Olivenöl.

Ich weiß: dieses Öl sollte eigentlich in jedem Haushalt vorrätig sein, aber ich habe gestern Abend eine Schmorgemüsepfanne zubereitet und mein letztes Olivenöl verbraucht. Also muss ich zunächst einkaufen gehen.

Zurück vom Einkauf kann ich jetzt beginnen, mir eine Duschseife herzustellen. Dazu brauche ich neben dem Olivenöl noch Rapsöl und Kokosöl zu gleichen Teilen und Kakaobutter. Die festen Fette werden im Wasserbad verflüssigt und die flüssigen Öle kommen danach dazu. In der Zwischenzeit habe ich aus NaOH und Wasser eine Lauge hergestellt – dabei habe ich 10 % von der im Rezept angegebenen Wassermenge abgezogen, da 10 % Aloe-Vera-Gel in den fertigen Seifenleim hinzugefügt werden.

Da ich den Duft von Schokolade über alles liebe, habe ich zum Schluss noch 10 Tropfen ätherisches Schokoladenöl und 5 Tropfen ätherisches Honigöl hinzugefügt. So habe ich dann die Illusion, in Schokolade zu duschen.

Und jetzt habe ich angefangen, zu spielen: Ich habe den Seifenleim halbiert und in die eine Hälfte Goldglitter und in die andere Hälfte habe ich das Farbpigment Desiree WEP eingerührt. Dann habe ich die beiden Flüssigkeiten wieder vorsichtig in einem Gefäß zusammengeführt und ganz leicht miteinander verrührt. Die so entstandene marmorierte Flüssigkeit habe ich dann auf kleine Einzelformen verteilt und zum Gelen und Aushärten warm gestellt. Aus der gesamten Menge (ca. 150 g) habe ich 3 kleine Einzelformen füllen können.

Das genaue Rezept für diese Seife habe ich hier als pdf-Download zur Verfügung gestellt.

Für die Anpassung der Rezepte auf eure eigenen Bedürfnisse findet ihr hier einen Seifenrechner

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Shampooseife mit Neemöl

Da ich in der letzten Zeit meine Haare ausschließlich mit Shampooseifen gewaschen habe und davon völlig überzeugt bin, habe ich eine Variante der Shampooseife hergestellt, die das Haar richtig zum Glänzen bringt.

Ich habe Rapsöl, Arganöl (zur Zeit mein absoluter Favorit bei den Ölen), Traubenkernöl, Avocadoöl, Babassuöl, Rizinusöl und Neemöl (dieses Öl ist für den Extra-Glanz verantwortlich) sowie Seidenproteine verwendet.

Wie immer habe ich eine Lauge aus kaltem Wasser und NaOH hergestellt, die Seidenproteine und dass Neemöl und die verflüssigten und zimmerwarmen Öle vorsichtig hinzugefügt. Nach 2 – 3 Minuten gründlichen Rührens mit einem Mixer habe ich zum Schluss noch etwas Parfümöl hinzugegeben und den Seifenleim in die vorbereiteten Einzelformen gegossen.

Diese habe ich dann warm verpackt (Plastikbehälter mit Kissen und Handtüchern) und fest verschlossen. Morgen oder übermorgen kann ich dann die Seifenstücken ausformen und zum  weiteren Trocknen in meinen Flurschrank legen.

Dieses Mal habe ich mich für eine Menge entschieden, die für 4 Shampoo-Stücke ausreichend ist.

Das genaue Rezept für diese Seife habe ich hier als pdf-Download zur Verfügung gestellt.

Für die Anpassung der Rezepte auf eure eigenen Bedürfnisse findet ihr hier einen Seifenrechner.